Was ist Inbound-Marketing?

Beim Inbound-Marketing geht es darum, potenzielle Kunden mit relevanten und hilfreichen Inhalten auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen und ihnen über die gesamte Buyer’s Journey hinweg einen Mehrwert zu bieten. Dieser Mehrwert wird möglichst über verschiedene Kanäle angeboten, wie die Unternehmens-Website, einen Blog und über Social Media.

Beim Inbound-Marketing steht der (potentielle) Kunde im Zentrum. Mit wertvollem Content, welcher ihm bei der Lösung seiner Probleme und Herausforderungen helfen soll, steht der Anbieter ihm beratend und unterstützend zur Seite. Der Anbieter drängt sich dabei nicht auf, vielmehr wird den potenziellen Kunden die Möglichkeit geboten, auf eigenen Wunsch mit dem Unternehmen zu interagieren, per Chat, E-Mail, Landing Page etc.

 

Einleitung

Inbound-Marketing ist eine Marketing-Methode, die auf Folgendes abzielt: Unternehmen sollen auf natürliche Weise von potentiellen Kunden gefunden, zu Interessenten umgewandelt und schliesslich als Kunden gewonnen und gebunden werden.

Beim Inbound-Marketing wird der (potentielle) Kunde ins Zentrum gestellt. Mit wertvollen Inhalten, welche ihm bei der Lösung seiner Probleme und Herausforderungen helfen sollen, steht der Anbieter ihm beratend und unterstützend zur Seite.

So geht es beim Inbound-Marketing um so viel mehr als nur um Kundengewinnung. Durch Inbound-Marketing wird die Kommunikation zwischen deinem Unternehmen und Stakeholdern emphatischer, menschlicher und persönlicher. Inbound-Marketing dreht sich also primär nicht um coole Hacks, magische Tricks, den neuesten Hype oder den besten Mix, sondern um eine holistische und durchdachte Betrachtung von Marketing.

Inbound-Marketing ist der Weg, um eine authentische und gegenseitig wertschätzende sowie bereichernde Beziehung zwischen Unternehmen und Kunde zu erreichen.

Inbound- vs. Outbound-Marketing

Im Gegensatz zu Inbound-Marketing konzentriert sich das klassische Outbound-Marketing auf das Senden von Werbebotschaften über den einseitigen, grossflächigen und daher oftmals als störend empfundenen Einsatz von Werbemitteln wie Postwurfsendungen, Radiowerbung, Fernsehwerbung, Flyer, Spam und Telefonmarketing. Mit einer besonderen Werbesprache wird dabei versucht, möglichst viele Konsumenten von einem Produkt oder einer Dienstleistung zu überzeugen, um eine möglichst unmittelbare Kaufhandlung auszulösen. Outbound-Marketing fokussiert also auf das kurzfristige unternehmenszentrierte Ziel des Verkaufs eines Produktes und die damit verbundene Umsatzsteigerung.

Beim Inbound-Marketing spielt diese Kaufhandlung ebenfalls eine wichtige Rolle. Doch nicht ausschliesslich. Denn gleichzeitig werden alle wichtigen Aspekte und Prozesse vor und nach der Kaufhandlung mit einbezogen. Dem potentiellen Kunden und seinen Bedürfnissen wird dabei eine zentrale Rolle zugesprochen und jede Marketingaktivität wird auf diese ausgerichtet. Dem Interessenten, welcher meist über Suchmaschinen oder Social-Media auf das Unternehmen aufmerksam wurde, wird bereits vor der gewünschten Kaufhandlung ein gewisser Wert in Form von informativem und unterhaltendem Content übermittelt, jedoch nur mit seiner Erlaubnis. In Folge wird eine interaktive und wechselseitige Kommunikation angestrebt, die schliesslich in einer Kaufhandlung und optimalerweise in einer langfristigen Beziehung mündet.

Inbound-Marketing

Outbound-Marketing

interaktive und wechselseitige Kommunikation

einseitige Kommunikation

kundenzentriert

unternehmenszentriert

bietet einen Wert

bietet keinen Wert

informativ und unterhaltend

verkaufend

Kunden kommen via Suchmaschine, Social-Media und Links

Kunden kommen via Print-Anzeigen, TV-Reklame, Radio-Werbung, Web-Banner oder Telefonwerbung

Content is King

Budget is King

langfristig wirksam

kurzfristig wirksam

von Erlaubnis des Empfängers abhängig

wirkt disruptiv auf den Empfänger

 

Weitere Informationen findest du in unserem Blogbeitrag "Leadgeneration leicht gemacht".

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Facts & Figures: Inbound Marketing vs. Outbound Marketing

33% der Inbound Marketer und 31% der Outbound Marketer werten Outbound Marketing mit Massnahmen wie beispielsweise bezahlte Werbung, als Verschwendung von Ressourcen und Zeit (Quelle). Im Vergleich zu traditionellem Outbound Marketing kostet Inbound Marketing 62% weniger pro Lead (Quelle). Die Kosten für Outbound Marketing wollen 32% der Unternehmen zurückfahren und dafür das Budget für Inbound Marketing erhöhen (Quelle).

Wie ist Inbound-Marketing entstanden?

Mit dem Internet ist auch der Konsument erwachsen geworden. In seinen Informations- und Kaufgewohnheiten ist er deutlich aktiver und selbstbewusster geworden. Er lässt sich immer weniger von Werbung nerven und manipulieren, sondern informiert sich vermehrt vor dem Kauf intensiv über alle verfügbaren Produkte/Dienstleistungen und ihre Vor- und Nachteile.

Klassische Werbung erhält vor allem im Internet immer weniger Aufmerksamkeit und lässt sich mit den richtigen Tools sogar ganz ausblenden. Im Gegenzug legen Suchmaschinen wie Google und Social-Media-Channels wie Facebook, Twitter und LinkedIn deutlich an Relevanz zu. Um dieser neuen Situation gerecht zu werden, kamen in der Marketing-Branche vermehrt neue Strategien und Tools zum Einsatz.

Aktuelle Zahlen zum "State of Inbound" veröffentlicht HubSpot einmal im Jahr. Hier findest du die aktuellsten Marketing- und Vertriebstrends aus 2018.

 

Facts & Figures: Entstehung

Die B2B-Verkaufszyklen nehmen eine zunehmend längere Zeit in Anspruch und deren Komplexität steigt stetig. 58% der Befragten bestätigen dies – sie geben an, dass sich der Entscheidungsprozess verlängert hat (Quelle).

Inbound- vs. Content-Marketing

Inbound-Marketing wie auch Content-Marketing weisen ohne Frage viele Gemeinsamkeiten auf. So gilt bei beiden Arten Content als deren Herzstück und Treibstoff. Inbound-Marketing ist aber noch weiter gesteckt als Content-Marketing. Eine erfolgreiche Führung durch die Buyer’s Journey erfordert den Einsatz weiterer Techniken wie SEO und Social-Media. Deshalb kann Content-Marketing als Teilbereich von Inbound-Marketing angesehen werden.

 

Facts & Figures: Inbound Marketing vs. Content Marketing

Front-Office Profis aus Marketing, Sales und Services sehen Content Marketing als einen Teilbereich von Inbound Marketing (Quelle).

Was ist eine Buyer-Persona?

Die Buyer-Persona oder Zielperson eines Unternehmens skizziert dessen typischen Kunden anhand eines fiktiven, konkreten Portraits, welches alle wichtigen Aspekte seiner Persönlichkeit und Verhaltens beleuchtet. Natürlich kann ein Unternehmen auch mehrere verschiedene Buyer-Personas haben.

Am Anfang jeder Inbound-Marketing-Strategie steht die Buyer-Persona. Dieses Konzept erleichtert es deinem Unternehmen, deine Kunden besser zu verstehen, wodurch die Inhalte genauer auf sie abgestimmt und optimiert werden können. Vor allem der Buyer’s Journey (alle Schritte des Kaufentscheidungsprozesses, die ein Kunde durchläuft) bietet sich hier als Orientierung an. Denn: Deine Kunden schenken deinen Inhalten nur Beachtung, wenn diese für sie von Interesse und Relevanz sind. Meist werden die Inhalte, wie Blogartikel, eher intuitiv und unbewusst für die Buyer Persona geschrieben. Durch eine gezieltere Ansprache können die Inhalte jedoch deutlich an Strahlkraft und Wert gewinnen.

Für die Definition von potentiellen Kunden wird auch oft das Konzept der Zielgruppe verwendet. Die Zielgruppe ist eine Teilmenge eines Gesamtmarktes, deren Mitglieder ein oder mehrere Eigenschaften wie Alter, Einkommen oder Ausbildung teilen. Abgesehen von diesen Gemeinsamkeiten sind die einzelnen Personen der Zielgruppe jedoch recht unterschiedlich. Bei einer Zielgruppe wird also ein Markt anhand einiger weniger Kriterien eingeschränkt – bei der Buyer-Personas hingegen wird ein lebendiges und präzises Bild jeder Kunden-Persönlichkeit gezeichnet.

Informationen über die Buyer-Personas können beispielsweise aus Interviews mit Bestandskunden oder aus der Marktforschung gewonnen werden. Bei der Erstellung deiner Buyer-Personas kann dir das Tool “Make My Persona” von HubSpot behilflich sein.

Weitere Informationen darüber findest du hier:

 

Facts & Figures: Buyer Persona

Von denjenigen Unternehmen, die ihre Lead- und Umsatzziele übertroffen haben, haben 71% ihre Buyer Personas dokumentiert (Quelle).

Was ist eine Customer’s Journey?

Eine Customer’s Journey oder Buyer’s Journey gibt an, wie ein typischer Kunde seine Kaufentscheidung trifft und listet alle möglichen seiner Schritte – vom Problembewusstsein bis zum finalen Kauf des Produktes bzw. der Services – auf. Diese Buyer's Journey unterscheidet sich von Produkt zu Produkt und ist bei jeder Buyer-Persona unterschiedlich.

Die Customer’s Journey wird meist grob in folgende Schritte eingeteilt:

  1. Bewusstseinsphase: Der Käufer erkennt, dass er ein Problem oder einen Bedarf hat.

  2. Überlegungsphase: Der Käufer definiert sein Problem oder seinen Bedarf und sucht nach allgemeinen Möglichkeiten, das Problem zu lösen bzw. den Bedarf zu decken.

  3. Entscheidungsphase: Der Käufer wählt eine konkrete Lösung eines Unternehmens.

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Facts & Figures: Customer’s Journey

Die Integration der Customer’s Journey (Kundenreise) bringt einen Wettbewerbsvorteil und kann den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in einigen Fällen um 100% steigern. Dies belegen Fallstudien (Quelle).

Wie funktioniert die Inbound-Marketing-Methodik?

Die Inbound-Marketing-Methodik beschreibt den idealen digitalen Akquisitionsprozess mit den 3 aufeinanderfolgenden Stufen “Anziehen”, “Interagieren” und “Begeistern”. Im Zentrum stehen dabei immer der Kunde und seine Wünsche.

  1. Anziehen: Im ersten Schritt geht es darum, die richtigen Leute zur richtigen Zeit mit dem richtigen Content anzuziehen. Dies geschieht meist über Suchmaschinen wie Google oder Social-Media-Plattformen wie Facebook.

  2. Interagieren (Konvertieren & Abschliessen): Im zweiten Schritt übermittelt der Besucher dem Unternehmen seine Kontaktdaten über ein Formular und erhält in Folge einen Gegenwert, wie beispielsweise ein E-Book. Dem Besucher, der nun ein Lead ist, wird jetzt hauptsächlich über E-Mail weiterer hilfreicher Content zugespielt. Durch das häufige Senden von wertvollem Content entstehen Aufmerksamkeit und Vertrauen.

  3. Begeistern: Nachdem der Kontakt erfolgreich zu einem Kunden umgewandelt wurde, gilt es, mit ihm in Verbindung zu bleiben, ihm weiteren relevanten Content zukommen zu lassen und mit ihm eine langfristige und gegenseitig bereichernde Beziehung aufzubauen. Mit etwas Geschick wird dieser schliesslich zum Förderer und empfiehlt das Unternehmen und seine Produkte oder Dienstleistungen weiter.

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Inbound-Marketing ist idealerweise eng mit Inbound-Vetrieb und Inbound-Kundenservice verbunden und abgestimmt. Dabei durchlaufen auch Inbound-Vetrieb und Inbound-Kundenservice die oben genannten Phasen.

 

Facts & Figures: Methode

70% der Internetnutzer möchten nicht durch herkömmliche Anzeigen etwas über Produkte erfahren, sondern durch Inhalte (Quelle). 68% der Online-Käufer verwenden viel Zeit darauf, sich mit Inhalten einer Marke, die sie interessiert, zu beschäftigen (Quelle). Wenn B2B-Kunden den Vertrieb erstmalig kontaktieren, haben sie bereits 57% bis 70% ihrer Recherche durchlaufen (Quelle). Im Vergleich zu Outbound Marketing ist richtig durchgeführtes Inbound Marketing 10 mal effektiver für die Konvertierung von Leads (Quelle). Ganz gleich, ob B2B, B2C oder Non Profit: Die Wahrscheinlichkeit, einen höheren ROI zu erreichen, ist mit Inbound Marketing 3 mal höher (Quelle). Von den Unternehmen, die Inbound Marketing betreiben, sind 68% von der Wirksamkeit dieser Marketingstrategie überzeugt (Quelle).

Massnahmen und Tools

Folgende Tabelle listet viele mögliche Massnahmen sowie Tools auf und teilt sie den jeweiligen Phasen zu, in denen sie am meisten zum Einsatz kommen. 

 

Anziehen

Konvertieren

Abschliessen

Begeistern

Massnahmen

Inbound-ready Website

Content-Marketing

SEO

Social-Media

PR- & Ads-Marketing

Lead-Generierung

Hochwertiger Content

Videos

Infografiken

Conversion-Optimierung

Marketing-Automatisierung

E-Mail-Marketing

Einbeziehung der Sales

Lead Scoring

Lead Nurturing

Personalisierung

Community-Engagement

Umfragen

WOW-Service

Touchpoint-Management

Tools

Blogging-Plattform

Verteilung Social-Media

Keyword-Tracking

 Formulare

CTAs

Landing Pages

CRM

E-Mail-Marketing-Software

Workflows

 Umfragen-Tool

Smarter Content

Social Monitoring

Es muss nicht für jedes Tool eine neue Software angeschafft werden. Am Markt sind zahlreiche Gesamtlösungen erhältlich, welche mehrere Tools in einer Suite verbinden. Dazu gehören beispielsweise HubSpot und Chimpify.

Hier findest du weitere interessante Beiträge zum Thema:

 

Facts & Figures: Massnahmen & Tools:

Eine Schweizer Umfrage zeigt: 34,3% der Befragten planen die Einführung von Marketing Automation innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre. 40% haben sich noch nicht entschieden oder sich bisher noch zu wenig mit der Thematik vertraut gemacht. (Quelle)

Neuer Call-to-Action

Exkurs: Vom Sales Funnel zum Flywheel

Der klassische lineare Sales Funnel mit den Phasen Besucher (engl.: Visitor) / potentieller Kunde (Prospect), Lead, marketingqualifizierter Lead (Marketing Qualified Lead), salesqualifizierter Lead (Sales Qualified Lead), Verkaufschance (Opportunity) und Kunde (Customer) lässt sich auf aktuell optimale Verkaufsprozesse nur beschränkt anwenden. Aus diesem Grund wird an seiner Stelle vermehrt das zyklische Flywheel mit den Phasen Anziehen, Interagieren und Begeistern verwendet. Vor allem, wenn es um Inbound-Marketing geht. Das Flywheel ist also eine Art Inbound-Variante des klassischen Sales Funnels.

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Beim linear verlaufenden Sales Funnel ist der Prozess mit der Kundengewinnung abgeschlossen. Das zyklisch verlaufende Flywheel setzt den Prozess danach jedoch fort, bietet einen ausgezeichneten Kundenservice und fängt wieder von vorne an. Der Sales Funnel endet nach dem erfolgreichen Lead Nurturing mit der Kundengewinnung. Beim Flywheel bleibt der Kunde nach seiner Gewinnung weiterhin im Unternehmen und es wird sich aktiv um ihm, vor allem durch einen guten Kundenservice, bemüht. Somit bleibt er Kunde, Cross- und Up-Selling werden möglich und er zieht durch Empfehlungen neue Kunden an. In einem positiven Wechselspiel wird so Investment nach dem Verkauf in den Erfolg des Kunden zum eigenen Erfolg und es kommt zu gegenseitigem Wachstum.     

Die Energie, welcher ein gewonnener Kunde mitbringt, verpufft im Flywheel nicht –, sie wird für den weiteren Verlauf, das Weiterdrehen des Wheels, eingesetzt. Die Energie eines Flywheels ist dann besonders gross, wenn der Prozess schnell abläuft, er wenig Reibung ausgesetzt ist und das Flywheel möglichst gross und schwer ist. Doch was heisst das genau?

Damit sich das Flywheel schnell dreht, muss viel Kraft aufgewendet werden. Dies wird erreicht, indem nicht nur für Marketing und Sales (wie beim Sales Funnel), sondern zusätzlich auch für den Service nach Geschäftsabschluss möglichst viel Kraft aufgewendet wird.

Damit das Flywheel wenig Reibung ausgesetzt ist, braucht es ein gutes Alignment zwischen den beteiligten Teams. Bereichsübergreifendes und ganzheitliches Denken sowie eine harmonische Zusammenarbeit sind unerlässlich. Immer wiederkehrende Probleme der Kunden sollten unbedingt gemeinsam unter den Teams besprochen werden.

Das schnelle und reibungslose Drehen führt schliesslich zu mehr zufriedenen Kunden und macht das Flywheel grösser und schwerer und gibt ihm immer mehr Energie. Die zufriedenen Kunden bleiben dem Unternehmen treu und werben idealerweise noch neue Kunden an.

Das Flywheel durchläuft die Phasen Anziehen (engl.: Attract), Interagieren (Engage) und Beraten (Delight).

  1. Attract-Phase: In der Attract-Phase wird der Kunde durch wertvolle Inhalte über verschiedene Kanäle wie Social Media auf das Unternehmen aufmerksam und es findet ein erster Austausch statt.

  2. Engage-Phase: In der Engage-Phase wird der Kunde vor und nach dem Sales durch kompetente Analysen und ausführlichen Austausch betreut und ihm werden die sich daraus ergebenden möglichen weiteren Schritte vorgeschlagen.

  3. Delight-Phase: In der Delight-Phase wird dafür gesorgt, dass die in Anspruch genommenen Produkte und Dienstleistungen den Kunden – und dadurch auch das eigene Unternehmen – zum Erfolg führen. Diese Phase ist für den Gesamtprozess enorm wichtig.

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 Warum KMU in der Schweiz einen Service Hub von HubSpot benötigen, haben wir in einem Blogbeitrag zusammen geschrieben, den du hier nachlesen kannst.

 

Facts & Figures: Flywheel

Heute sind 57% der B2B-Kaufprozesse abgeschlossen, bevor die Käufer sich an die Lieferanten wenden. Dabei informieren sich die Käufer nicht an den Marketingmaterialien der Anbieter, sondern treffen ihre Entscheidung anhand anderer Kriterien: Websites mit Bewertungen von Drittanbietern an, Peer-to-Peer-Empfehlungen und Mundpropaganda spielen eine grössere Rolle bei Kaufentscheidungen als je zuvor. Zugleich sinkt das Vertrauen in die Unternehmen insgesamt: 81% der Käufer vertrauen den Empfehlungen ihrer Familien und Freunde mehr als der Unternehmensberatung. 55% geben an, denjenigen Unternehmen, von denen sie kaufen, weniger zu vertrauen als früher. (Quelle)

Was ist eine Inbound-Marketing-Kampagne?

Inbound-Marketing-Kampagnen sind konzertierte Bemühungen, bei denen alle deine Marketingkanäle auf eine einzige Botschaft und ein einziges Ziel hin ausgerichtet werden.

Jede Inbound-Marketing-Kampagne beginnt mit einem Angebot, allerdings nicht mit dem eigentlichen Produktangebot. Die Offer beinhaltet vielmehr etwas Wertvolles und Relevantes für deine Buyer-Persona, wie beispielsweise ein E-Book. Diese Offer wird über deine Marketing-Kanäle unaufdringlich beworben.

Anschliessend sollten die durch dieses Angebot gewonnenen Leads im Sinne von Lead Nurturing entlang des Marketing-Trichters bzw. Flywheels begleitet werden, damit sie deine Kunden werden – und bleiben. Die kontinuierliche Messung, Analyse und Optimierung der Inbound-Marketing-Kampagne steigert deren Erfolg.

Damit deine Bemühungen nicht verpuffen, solltest du unbedingt deine Ideen in einem Inbound Kampagnenplan zusammentragen. Wie dieser aussehen sollte, erklären wir dir in dieser Anleitung.

 

Facts & Figures: Kampagne

Unabhängig vom Marketingbudget ist es für Unternehmen dreimal so wahrscheinlich, dass sie mit Inbound Marketing-Kampagnen einen höheren ROI erzielen als mit Outbound Marketing-Kampagnen (Quelle).

Was ist eine Inbound-Marketing-Strategie?

Eine Strategie skizziert eine übergeordnete Vorgehensweise, mit der ein oder mehrere bestimmte Ziele langfristig erreicht werden können.

Die Inbound-Marketing-Strategie leitet sich direkt von der Unternehmensstrategie ab und beschreibt, wie dein Unternehmen sein Marketing betreibt. Sie definiert, wie der oben beschriebene Akquisitions-Prozess konkret in deinem Unternehmen umgesetzt werden sollte.

Eine gesamtheitliche Inbound-Marketing-Strategie umfasst in der Regel mindestens folgende Punkte:

  1. Audit: Durch eine umfangreiche Ist-Analyse werden die aktuelle Website, die Inbound-Marketing-Massnahmen, das E-Mail-Marketing sowie die SEO-Massnahmen auf Herz und Nieren  geprüft. Die Ergebnisse werden dann mit den Mitbewerbern verglichen.

  2. Buyer-Persona: In deinen Zielgruppen und Teilzielgruppen findest du deine Buyer-Personas. Dabei ist es primär wichtig, deren Probleme, Herausforderungen, Bedürfnisse, Fragestellungen sowie deren Online- & Offline-Aufenthaltsorte zu eruieren.

  3. Kern: Bevor konkrete Schritte geplant werden, sollte der Kern der Strategie definiert sein. Die Gestaltung des Content Hubs, die Vision, das Ziel und die Positionierung deiner Strategie sollten deutlich herausgearbeitet werden.

  4. Struktur: Nachdem du die Basics der Inbound-Marketing-Strategie geklärt hast, kannst du die Message, Kategorie, Themen, Redaktionsplan und Quellen bestimmen.

  5. Kanäle: Durch das Bespielen von Vermarktungskanälen wie Social-Media oder PR lässt sich dein Content promoten.

  6. Funnel: Bei der Beschreibung des Funnels bestimmst du, wie dein Content deine Buyer-Persona durch die verschiedenen Phasen ihres Kaufentscheidungsprozesses begleitet.

  7. Kennzahlen: Die Bestimmung und regelmässige Überwachung deiner KPIs sind für den Erfolg deiner Strategie essentiell. Die wichtigsten Werte, die in die KPIs einfliessen, sind “Besucher”, “Engagement”, “Leads”, “E-Mail” und “Kunden”.

  8. Team: Um den Inbound-Marketing-Prozesses möglichst reibungsfrei umsetzen zu können, sollte jedes Teammitglied gut mit den Prozessdetails vertraut sein. Owner, Rollen und Workflows müssen klare definiert und zugeteilt werden.

  9. Guidelines: Jeder Strategie sollte klar definierte Richtlinien enthalten, die laufend optimiert werden. Diese dienen deinen Mitarbeitern als Referenz und sie fördern eine einheitliche Kommunikation.

 

Facts & Figures: Strategie

Inbound Marketing wird von 67% der B2B-Unternehmen eine sehr hohe Priorität in ihrer gesamten Marketingstrategie eingeräumt (Quelle). Eine Inbound-Marketing-Strategie einführen wollen 60% der Unternehmen (Quelle).

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Zusammenfassung

Statt das Unternehmen und seinen Erfolg ins Zentrum zu stellen, dreht sich beim Inbound-Marketing alles um den (potentiellen) Kunden und seine Bedürfnisse, Probleme und Herausforderungen. Statt durch nervige und unterbrechende Werbung Aufmerksamkeit bei ihm zu erzwingen, setzt der moderne Marketer auf wertvollen und relevanten Content, der dem Interessenten bei der Lösung seiner Probleme hilf. Auf der Seite des Kunden folgt auf anfängliches Interesse eine vermehrte Interaktion mit dem Unternehmen, welches schliesslich alles daran setzt, ihn rundherum zu begeistern und ihn auf dem Weg zum Erfolg zu begleiten. Inbound-Marketing ist nicht nur ein neuer Hype, sondern eine nachhaltige und effiziente Methode der Kundengewinnung, die nachweislich zu mehr Besuchern, Leads und Kunden führt. Probiere es aus!

Wie oben erwähnt kannst du gerne diesen Leitfaden als PDF erhalten. Einfach auf diesen Button klicken!Leitfaden Inbound Marketing anfordern