5 Gründe für Social Media im B2B-Sektor

Kommunikation ist eine wichtige Säule unserer Gesellschaft. Sich so auszudrücken, dass das Gegenüber genau weiss, was man möchte, ist ein Grundpfeiler gegenseitigen Verständnisses. Im Geschäftsfeld hat sich dieses Bewusstsein auf die Kommunikation zwischen Unternehmen und einzelnen Menschen ausgeweitet - das Verhältnis wurde bereits 1999 von Levine, Locke, Searls und Weinberger im Cluetrain-Manifest beschrieben und hat bis heute Gültigkeit.

Die Art der Kommunikation wandelt sich jedoch immer wieder: Früher wurden wichtige Neuigkeiten am Stammtisch, im Radio oder an der Litfasssäule veröffentlicht. Heute geschieht dies via Blogs, Online-Magazinen und Social Media. Daher muss das Thema Kommunikation in jedem Unternehmen einen hohen Stellenwert einnehmen.

Social Media für B2B-Unternehmen: Ja oder Nein?

Social Media für B2B-UnternehmenViele Business-to-Consumer-Unternehmen (B2C) sind diesem Ruf bereits nachgekommen. Vor allem aber im Business-to-Business-Sektor (B2B) gibt es noch immer ein erhebliches Defizit, was den Unternehmensauftritt in den sozialen Medien betrifft. Clutch und Smart Insights erklärten im September 2017, dass fast 60 Prozent der von ihnen befragten B2C-Unternehmen berichteten, Social Media würde dazu beitragen, ihren Umsatz zu steigern. Dem stimmten allerdings nur 46 Prozent der B2B-Unternehmen zu.

Und Steve Pearson, CEO von Friendemic, meinte:

"[Social media] makes more sense for B2C companies because of the mindset people are in when they're on social media. They're in consumer mode, not business mode."

Ist dies wirklich der Fall? Werden soziale Medien nur im Consumer-Bereich genutzt?

Unsere Erfahrung mit B2B-Kunden bestätigt diese Annahme nicht. Wir haben zahlreiche Gründe kennengelernt, warum B2B-Unternehmen in Social Media vertreten sein sollten.

Fünf Gründe für Social Media im B2B

  1. Imagebildung: Der gute Ruf eines Unternehmens regt den Verkauf an, denn gute Erfahrungen werden gerne weitergetragen. Heute kann ein jeder seine Meinung zu Unternehmen, Personen und Produkten im Netz veröffentlichen. Leider kann diese auch negativ sein. Und so subjektiv sie auch sein mag, vertraut man in der Regel dieser Meinung sehr schnell. Ganz vorn dabei sind die vielen Bewertungsportale für Hotelanbieter. Im schlimmsten Fall löst eine Meinung weitere aus und diese Welle kann sich schnell zu einem Shitstorm entwickeln. Dies wirkt sich wiederum unmittelbar auf die Reputation bzw. das Image aus und kann für das Unternehmen verheerende Folgen haben. Um dem entgegenzuwirken, ist ein Social-Media-Auftritt nötig. Hier besteht die Möglichkeit, auf Kunden einzuwirken und schlechte Erfahrungen mit gutem Kundenservice wettzumachen.
  2. Kundensupport: Viele B2C-Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder die Deutsche Bahn nutzen bereits die Social-Media-Kanäle für den Kundensupport. Unter @Telekom-hilft und @DB_Bahn erhalten Kunden in kürzester Zeit eine Antwort auf ihre Probleme. In der Regel schneller als übers Telefon oder via E-Mail. Ein B2B-Unternehmen, welches einen Kundensupport dort anbietet, wo die eigenen Kunden auch gerade sind - nämlich auf den Social-Media-Kanälen, hat gute Chancen, bessere Kundenbewertungen zu erhalten, was schlussendlich auch die Kundenbindung beeinflusst.
  3. SEO: Bereits 2011 fand Google heraus, dass 71 Prozent der B2B-Kunden für die Informationssuche das Internet und damit Suchmaschinen nutzen. Einträge in Twitter und YouTube sowie bei Google Plus erscheinen immer prominenter in der Google-Suche. Erscheint das eigene Unternehmen durch diese Social-Media-Posts auf den ersten Plätzen, wird man besser gefunden. Selbstredend ist dafür eine Social-Media Präsenz nötig.
  4. Recruiting: Mit Social Recruiting holen Unternehmen ausgebildete Fachkräfte dort ab, wo sie sich aufhalten – in sozialen Netzwerken wie Xing und LinkedIn. BITKOM fand bereits 2010 heraus, dass 58 Prozent der Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern ihre Stellenanzeigen in sozialen Medien veröffentlichen. Mit kununu steht ehemaligen und derzeitigen Mitarbeitern eine Bewertungsplattform zur Verfügung, welche wiederum starken Einfluss auf den Recruiting-Erfolg hat und daher auch regelmässig überprüft werden sollte.
  5. Leadgenerierung: Die Möglichkeit, bezahlte Werbeanzeigen auf den sozialen Kanälen zu schalten, bietet den Unternehmen die Chance, Leads zu generieren: Der Zielgruppe wird relevanter Content zur Verfügung gestellt, welcher mittels einem Formulareintrag abgerufen werden kann. Dabei rückt die User Experience (UX) immer mehr in den Vordergrund. Ohne Social Media kannst du diese Möglichkeit nicht ausnutzen.

Sicherlich gibt es noch einige Gründe mehr, wieso B2B-Unternehmen unbedingt auch in den sozialen Medien einen Auftritt haben sollten. Du kennst noch weitere? Dann teile sie uns doch einfach via Kommentar mit.

Nicht ohne Strategie

Social Media für B2B-UnternehmenWichtig ist eines: Eröffne nie einfach so einen Social-Media-Kanal! Ohne die passende Strategie wirst du keinen Erfolg damit haben. Bei der Erstellung der Strategie gilt es, diverse Stolpersteine zu umgehen. Damit du deinen richtigen Social-Media-Weg zielstrebig gehen kannst, haben wir ein eBook zusammengestellt, das alle wichtigen Tipps und Tricks rund um eine Social-Media-Strategie für B2B-Unternehmen zusammenfasst.

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Romy Fuchs

Romy hat richtig viel Erfahrung im Agenturumfeld und ist zertifizierter HubSpot Trainer. Ihre Leidenschaft gehört dem Aufstöbern neuer Wege, die direkt zu einem noch erfolgreicheren Inbound Marketing führen. Dass man dabei auch mal in eine völlig andere Richtung denken muss, reizt sie ganz besonders. Darüber hinaus verfügt sie über tiefgreifendes Social Media Wissen, das sie in den vergangenen Jahren vor allem für IT-Unternehmen eingesetzt hat und jetzt dazu nutzt, BEE.Social aufzubauen.

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